Premiere für Noemi Kamen: HSV bezwingt Werder Bremen mit 34:32

05.09.2026

Die Zweitliga-Handballerinnen des HSV Solingen-Gräfrath haben ihr erstes Heimspiel der Saison 2026/27 für sich entschieden. Gegen den SV Werder Bremen setzte sich das Team von Cheftrainer Lars Faßbender in der Klingenhalle mit 34:32 (16:15) durch. In einer wechselhaften Partie bewies der HSV in der Schlussphase die besseren Nerven und feierte dank wichtiger Paraden der jungen Torhüterin Louisa Steffen sowie des Premierentreffers von Nachwuchstalent Noemi Kamen den zweiten Ligasieg in Folge.

Die Partie begann vor heimischer Kulisse denkbar ungünstig. Nach drei Minuten lag der HSV mit 0:3 im Hintertreffen, ehe Merit Müller den ersten Solinger Treffer erzielte. Nach dem zwischenzeitlichen 2:5 kämpften sich die Klingenstädterinnen über Ballgewinne und Gegenstöße zurück. Mit einem verwandelten Siebenmeter glich Nele Spengler zum 5:5 (11.) aus.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Über die auffällige Deborah Spatz, die mit insgesamt sieben Treffern die erfolgreichste Torschützin des Abends war, sowie Tore von Luna Külker und Emma Schwitzer hielt der HSV die Partie offen. Eine knappe 16:15-Führung retteten die Gastgeberinnen in die Halbzeitpause.

Bremens Zwischenspurt und Solinger Debüt

Den besseren Start in Durchgang zwei erwischten erneut die Gäste aus Bremen, die das Tempo anzogen und nach 35 Minuten auf 19:22 davonzogen. In dieser Phase reagierte Lars Faßbender und wechselte zwischen den Pfosten: Die erst 16-jährige Louisa Steffen kam für Liv-Stine Eckardt ins Spiel und wurde zum wichtigen Faktor. In den letzten 22 Minuten parierte die Nachwuchskeeperin mehrfach glänzend und gab der Solinger Deckung den nötigen Rückhalt.

Kurz darauf folgte der nächste Gänsehaut-Moment. Die erst 15-jährige Noemi Kamen feierte ihr Debüt im Bundesliga-Team und krönte ihren ersten Einsatz prompt mit ihrem ersten Bundesligator zur 26:25-Führung.

Entscheidung in der Schlussphase

Im Angriff übernahmen in der Schlussviertelstunde Rechtsaußen Merit Müller und Jennifer Souza entscheidende Verantwortung. Zusammen mit Spatz sorgte Souza mit wichtigen Treffern für das beruhigende 33:28 (54.).

Trotz einer hektischen Schlussphase, einer späten Zeitstrafe gegen Souza und drei schnellen Gegentreffern der Bremerinnen geriet der Erfolg nicht mehr in Gefahr. Louisa Steffen hielt den Vorsprung mit zwei entscheidenden Paraden in den Schlussminuten fest, ehe die Schlusssirene beim 34:32 ertönte.

Mit 4:0 Punkten auf dem Konto ist der Start in die neue Spielzeit nach Maß geglückt, auch wenn das Heimdebüt spielerisch noch Luft nach oben bot.

Spieldaten:

  • HSV Solingen-Gräfrath – SV Werder Bremen 34:32 (16:15)

  • Schiedsrichter: Gimmler / Rips

  • Spielfilm: 0:3 (4.), 5:5 (11.), 12:11 (23.), 16:15 (Halbzeit) | 18:21 (34.), 21:23 (37.), 26:25 (42.), 30:27 (49.), 33:28 (54.), 34:32 (Endstand).

Unter diesem Artikel findet ihr den Video-Spielbericht!

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