Ein toller Auftritt zum Abschluss der Sommervorbereitung: Die weibliche A-Jugend des HSV Solingen-Gräfrath hat beim hochkarätig besetzten 36. Huckschlag Sauerlandcup in Menden eine starke Leistung abgeliefert. Beim bundesweit renommiertesten Nachwuchsturnier spielte sich das Team von der Klingenstadt mit begeisterndem Tempohandball bis in das Viertelfinale und setzte dabei echte Ausrufezeichen gegen absolute Top-Konkurrenz.
Aufholjagd nach unglücklichem Vorrundenstart
In der Vorrundengruppe 3 erwischten die Solingerinnen in der Gerken-Sporthalle Wickede zunächst einen Dämpfer: Im Auftaktspiel gegen den Bundesliga-Nachwuchs des Buxtehuder SV hatte der HSV zehn Sekunden vor Abpfiff noch Ballbesitz, kassierte jedoch nach vollem Risiko mit der siebten Feldspielerin einen unglücklichen Empty-Net-Gegentreffer und musste sich mit einem Tor geschlagen geben.
Die Mannschaft zeigte jedoch die passende Reaktion und dominierte die folgenden Gruppenspiele: Sowohl gegen den TV Hannover-Badenstedt als auch gegen die JSG Fredenbeck/Stade behielten die Klingenstädterinnen mit drei bzw. zwei Toren Vorsprung die Oberhand und sicherten sich als Gruppenzweiter souverän den Einzug in die Zwischenrunde.
Am zweiten Turniertag drehte der HSV-Express erst so richtig auf:
Klarer 14:8 Erfolg gegen Bremen: Zum Auftakt der Zwischenrunde fegte der HSV den Nachwuchs des SV Werder Bremen mit einer aggressiven Deckungsarbeit von der Platte. Zwischen den Pfosten knüpfte Torhüter-Talent Louisa Steffen an ihre Top-Form an und hielt den Kasten mit glänzenden Paraden sauber.
Coup gegen HC Leipzig: In der zweiten Partie wartete mit dem HC Leipzig der selbsternannte Topfavorit. Doch der HSV zeigte eine taktische wie kämpferische Glanzleistung: Mit hoher Konzentration, schnellen Ballgewinnen und enormer Durchschlagskraft kaufte Solingen dem Favoriten den Schneid ab und feierte einen hochverdienten Fünf-Tore-Erfolg.
Niederlage gegen Handewitt: Im Viertelfinale musste der HSV Solingen-Gräfrath gegen den Handewitter SV ran. Am Ende verloren die Gräfratherinnen etwas unglücklich mit 10:11.
Neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung drückten insbesondere die Akteurinnen aus dem Bundesliga-Perspektivkader dem Turnier ihren Stempel auf: Luna Külker glänzte mit unbändigem Offensivdrang, Noemi Kamen agierte gewohnt abgeklärt, und Louisa Steffen bildete im Gehäuse einen verlässlichen Rückhalt.
Beste Stimmung und Vorfreude auf die Jugend-Bundesliga
Auch abseits der Platte war der Auftritt ein voller Erfolg: Lautstark unterstützt von einer engagierten Elternschaft präsentierte sich der HSV als echte Einheit.
Mit dem Einzug in das Viertelfinale der besten Mannschaften Deutschlands hat die weibliche A-Jugend eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie für die anstehenden Aufgaben in der Jugend-Bundesliga bestens gerüstet ist.


