HSV Solingen-Gräfrath startet unter dem neuen Cheftrainer Lars Faßbender in die intensive Vorbereitung

30.06.2026

Am kommenden Mittwoch startet der Frauenhandball-Zweitligist HSV Solingen-Gräfrath offiziell in die intensive Vorbereitungsphase für die bevorstehende Spielzeit 2026/2027. Es ist gleichzeitig der mit Spannung erwartete Auftakt für den neuen Cheftrainer Lars Faßbender, der die Nachfolge von Jonas Schlender antritt. Nach intensiven Wochen der theoretischen Planung und zahlreichen Einzelgesprächen brennt das neue Trainerteam darauf, die Mannschaft geschlossen auf dem Hallenparkett zu versammeln.

„Ich freue mich sehr, dass wir am Mittwoch starten und ich die Mannschaft endlich als Ganzes kennenlerne“, blickt Lars Faßbender voller Vorfreude voraus. „Bisher waren die Kontakte naturgemäß auf Telefonate und Einzelgespräche beschränkt. Jetzt geht es darum zu sehen, wie das Team arbeitet, und im Training die individuellen Stärken und Schwächen genau zu analysieren.“

Homogener Kader und sanfter Umbruch

Faßbender übernimmt eine eingespielte und charakterstarke Mannschaft. Aus seinen Beobachtungen und den Eindrücken der vergangenen Saison zieht er ein sehr positives Zwischenfazit: „Ich nehme eine Gruppe wahr, die in sich extrem geschlossen und homogen wirkt. Das ist ein großer Verdienst der hervorragenden Arbeit, die Jonas Schlender hier zuletzt geschrieben hat.“

Da der Kader zur Saison nur sehr wenige Abgänge und gezielte Neuzugänge verzeichnet, bleibt der Kern des Teams komplett intakt. Die sportliche Leitung sieht darin einen klaren Vorteil, da die Integration der Neuzugänge Dana Uhtes und Leona Weidmann sich dadurch in einem überschaubaren Rahmen bewegt. Dennoch betont der Coach, dass dieser Prozess absolut reibungslos ablaufen muss, damit die neuen Spielerinnen sofort optimal integriert und aufgenommen werden.

Hochkarätiges Testspiel-Programm und Trainingslager

Der Vorbereitungsplan der HSV-Frauen hält in den kommenden Wochen einige echte Highlights und Härteprüfungen bereit. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf hochkarätigen Testspielgegnern, die dem Team spielerisch und taktisch alles abverlangen werden:

Highlight gegen den BVB: Ein emotionales wie sportliches Highlight wartet beim Testspiel in Remscheid am 22. Juli. Dort trifft der HSV auf den amtierenden Pokalsieger, Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund. Der organisatorische Rahmen wird von der HG Remscheid unter der Leitung des Vorsitzenden und Bundesliga-Schiedsrichters Leo Bona gestellt. Für das Remscheider Urgestein Faßbender eine Rückkehr zu den Wurzeln: „Für mich als Kind der HG Remscheid, wo ich meine ersten Trainererfahrungen gesammelt und selbst gespielt habe, ist das eine ganz tolle Sache. Außerdem freue ich mich riesig auf das Wiedersehen mit BVB-Rückraumspielerin Dana Bleckmann, die ich damals als Schülerin trainieren und mit der ich vor vielen Jahren die Deutsche Schulmeisterschaft feiern durfte.“

Trainingslager in Metzingen: Die zweite wichtige Phase führt das Team ins Trainingslager nach Metzingen. Da die dortige Trainerin Miriam Hirsch eine enge Freundin von Faßbender ist, entstand im Dialog die Idee der Kooperation. Neben intensiven Einheiten steht auch ein direkter Härtetest gegen den langjährigen Erstliga-Topklub TuS Metzingen auf dem Programm.

Weitere hochkarätige Vergleiche: Abgerundet wird die Serie durch Testspiele gegen den ambitionierten Drittligisten PSV Recklinghausen sowie den Zweitligisten und Derbynachbarn TuS Lintfort.

Taktischer Fokus und personelle Wermutstropfen

Inhaltlich wird das Trainergespann in den kommenden Wochen vor allem an den taktischen Mitteln im Abwehr- und Angriffsbereich feilen. Das Ziel ist klar definiert: Bestehende Abläufe weiterentwickeln, neue Automatismen finden und dafür sorgen, dass die Räder perfekt ineinandergreifen.

Einen herben Dämpfer muss der HSV allerdings bereits vor dem ersten Training verkraften: Hannah Gutzeit hat sich bei der U20-WM in China verletzt und steht vorerst nicht zur Verfügung. „Ein großer Wermutstropfen, da Hannah in meinen sportlichen Planungen im Vorfeld eine sehr wichtige Rolle eingenommen hat. Ich hoffe, dass sie schnellstmöglich wieder fit wird und uns zur Verfügung steht“, so Faßbender. Zudem schleppt das Team noch einige Blessuren aus der Vorsaison mit sich herum: Emma Schwitzer, Lea Liebetrau und Jennifer Souza sind derzeit noch angeschlagen gemeldet. Das Trainerteam wird von Tag zu Tag schauen, ab wann sie wieder voll belastbar sind.

Starkes Trainerteam und Jugendförderung

Trotz der Verletzungssorgen blickt Faßbender äußerst optimistisch auf die Zusammenarbeit mit seinem Funktionsteam. Mit Sam Sklorz verbindet ihn eine jahrzehntelange Historie: Er trainierte sie einst selbst als Drittliga-Torhüterin. „Wir kennen uns seit Ewigkeiten, ich schätze sie ungemein und freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit an der Seitenlinie, ebenso freue ich mich auf Co-Trainerin Laura Vasilescu und Stefan Weber.“ Als eine der Kernaufgaben für das Quartett nennt Faßbender die nachhaltige Integration der jungen Nachwuchsspielerinnen, was er als „große, aber extrem reizvolle Herausforderung“ bezeichnet.

Der HSV Solingen-Gräfrath startet am 1. Juli mit viel Elan und Optimismus in die Saison 2026/27.

2025-11-09-hsv-ber-62