In einer hochspannenden Partie in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle unterlag der HSV Solingen-Gräfrath dem SV Werder Bremen knapp und unglücklich mit 34:35. Trotz einer beeindruckenden Aufholjagd in der Schlussphase reichte es am Ende nicht, um die Siegesserie fortzusetzen.
Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem beide Teams mit offenem Visier agierten. Der HSV erwischte durch Mia Bomnüter einen guten Start (1:0), doch Bremen hielt physisch dagegen und erarbeitete sich eine knappe Führung. Gräfrath blieb jedoch beharrlich: Deborah Spatz, die im gesamten Spielverlauf ihre Gefährlichkeit unterstrich, und Maira Völker sorgten dafür, dass der Rückstand auch nach einem zwischenzeitlichen 7:12-Rückstand (14. Minute) nicht zu groß wurde. Zur Pause ging es mit einem knappen 16:17-Rückstand in die Kabinen.
Die zweite Halbzeit bot Spannung pur. Der HSV kam konzentrierter aus der Kabine und glich durch Vanessa Brandt per Siebenmeter zum 16:16 aus. In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte.
Besonders in der Schlussphase zeigten die Gräfratherinnen ihre ganze Moral. Nach einem 30:31-Rückstand (52. Minute) drückte der HSV aufs Tempo. Durch Treffer von Deborah Spatz und Mia Elisa Bomnüter gelang in der 57. Minute die wichtige 34:32-Führung. Doch Bremen bewies Nervenstärke, nutzte eine kurzzeitige Überzahl und traf in einer dramatischen Schlussphase dreimal in Folge.
In den letzten Sekunden des Spiels mobilisierte der HSV noch einmal alle Kräfte, doch der entscheidende Treffer zum Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Mit dem Schlusspfiff stand die bittere 34:35-Niederlage fest.
„Das war ein Spiel mit dem besseren Ende für Bremen, obwohl wir uns das Unentschieden verdient gehabt hätten“, so das Fazit aus dem Gräfrather Lager nach einer hart umkämpften Partie. „Wir haben bis zum Schluss gefightet und trotz des Rückstands immer an unsere Chance geglaubt. Diese Mentalität müssen wir mit in die nächsten Spiele nehmen.“
Foto: Oliver Baumgart


