Zu viele Fehler: HSV lässt Punkte in Waiblingen liegen

24.01.2026

Es war ein Abend zum Vergessen für die Gräfratherinnen. Gegen kampfstarke Waiblingerinnen fand der HSV über die gesamte Spielzeit nie zu seinem gewohnten Rhythmus. Am Ende standen eine lückenhafte Defensive und eine mangelhafte Chancenverwertung einem Erfolgserlebnis im Weg.

Bereits in der Anfangsphase deutete sich an, dass es ein schwerer Gang werden würde. Der HSV leistete sich ungewohnt viele technische Fehler im Spielaufbau und fand in der dänischen Torhüterin der Tigers, Sarah Thomsen, immer wieder seine Meisterin. Zwar blitzte die Moral kurz auf, als man einen frühen Rückstand egalisierte und durch Merit Müller zum 8:8 ausglich (18. Minute), doch die Stabilität fehlte.

Besonders bitter: In der ersten Halbzeit blieben wichtige Gelegenheiten vom Siebenmeterstrich ungenutzt. Sowohl Vanessa Brandt als auch Deborah Spatz scheiterten in der Anfangsphase vom Punkt. Waiblingen bestrafte die Lücken in der Solinger Deckung eiskalt und zog bis zur Pause auf 16:10 davon.

Die 2. Halbzeit begann ählich, wie die erste endete. Es war wie verhext: Erst traf Vanessa Brandt nur die Latte (39.), wenig später scheiterte auch Patricia Nikolić am Aluminium. Immer wenn der HSV die Chance hatte, den Vorsprung entscheidend zu verkürzen, schlichen sich technische Fehler oder Fehlwürfe ein. Waiblingen nutzte diese Einladungen und schraubte den Vorsprung zeitweise auf acht Tore hoch (20:12, 35. Minute).

Erst in den letzten zehn Minuten bekam der HSV besseren Zugriff. Emma Schwitzer und Deborah Spatz verkürzten den Rückstand noch einmal, und Nele Spengler bewies am Ende Nervenstärke vom Siebenmeterstrich. Doch der Kraftakt kam zu spät. Die Hypothek aus der ersten Halbzeit und die insgesamt zu hohe Fehlerquote waren an diesem Tag eine zu große Hürde. Mit der Schlusssirene stand ein 28:24 für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel.

„Wir haben heute erst viel zu spät Zugriff zum Spiel bekommen. Die Deckung war phasenweise zu lückenhaft und vorne haben wir uns das Leben durch technische Fehler und vergebene Großchancen selbst schwer gemacht“, bilanzierte das Trainerteam nach der Partie.

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht. Jetzt heißt es: Mund abwischen, die Fehler analysieren und den Fokus auf das extrem wichtige Heimspiel am Freitag, den 30. Januar um 19:30 Uhr in der Klingenhalle gegen die SG 09 Kirchhof legen. Dort will das Team wieder den Handball zeigen, der in den letzten Monaten so viel Freude bereitet hat.

Statistik zum Spiel:

  • HSV Solingen-Gräfrath: Eckardt, Grewe (Tor); Spatz (6), Brandt (5), Schwitzer (5), Spengler (4/3), Müller (1), Nikolić (1), Bomnüter (1), Heimann (1), Gutzeit, Pickrodt, Liebetrau.

  • Spielfilm: 3:1, 4:4, 8:8, 13:9, 16:10 (HZ) – 20:12, 21:16, 25:21, 28:24 (Endstand).

Foto: VFL Waiblingen

Bis Sonntag Abend könnt ihr noch bei der Abstimmung zu Solingens Sportlern und Mannschaft des Jahres mitmachen. Für den HSV stehen Hannah Gutzeit bei der Sportlerin des Jahres und die weibliche B-Jugend  bei der Mannschaft des Jahres zur Auswahl. Unsere 1. Damen steht auch zur Wahl, möchte aber aufgrund der überragenden Leistung der B-Jugend einen Schritt zurück treten. Hier geht es zur Abstimmung: https://aktion.solinger-tageblatt.de/umfrage/sportlerwahl?uid=3kk6pib&cck&ref=www.solinger-tageblatt.de 

Unter diesem Artikel haben wir euch den aktuellen Video-Spielbericht eingebunden.

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